CeBIT: Samsung faltet Origami neu auf

Allgemein

Die neueste Entfaltung eines Origami-PCs enthüllt ein virtuelles sowie ein Keyboard mit richtigen Tasten. Und verspricht mehr Akku-Laufzeit.

Samsungs ultramobiler PC nennt sich nach seinem Relaunch Q1Ultra. Uns erschließt sich nicht, warum dem Q nicht einfach eine 2 folgt, aber dieses Gerät ist dem ersten Eindruck zufolge jedenfalls eine wesentlich bessere materielle Inkarnation von Microsofts ursprünglichem Origami-Konzept.

Der Q1Ultra kommt mit einem QWERTY-Keyboard mit einer Tastengröße, wie wir sie von Mobiltelefonen gewöhnt sind. Sie ist in zwei Teile aufgeteilt, die im oberen Bereich links und rechts des Bildschirms platziert sind. Jeweils unterhalb davon finden sich Bedienelemente für die Navigation wie etwa links der Daumenstick im PSP-Stil. Die physikalische Bedienung ist aber nicht alles, denn Samsung hat auch die Bedienung von Vista angepasst mit vergrößerten virtuellen Tasten, die jetzt auch für Tipper mit größeren Daumen besser zu nutzen sind. Ganz links unten wartet ein Fingerabdruck-Scanner auf den richtigen Finger.

Samsung_Q1Ultra.jpg
Der INQ ist immer erreichbar, selbst wenn man man auf einer Handy-winzigen Tastatur schreibt

Oben am Gerät befinden sich neben dem Slot für SD-Cards die Anschlüsse für Ohrhörer, USB sowie DMB-Antenne. Ctrl+Alt+Del gibt es jetzt auf einer Taste rechts am Gerät. Um mit Vista einigermaßen klarzukommen, waren die technischen Spezifikationen für dieses Gerät zu aktualisieren. Samsung redet von einem Intel-Prozessor mit “New Technology” und einer Taktrate von 900 MHz, 1 GB Arbeitsspeicher DDR2-400, 60 GB Massenspeicher im Format 1,8 Zoll – leider nicht als SSD -, Unterstützung für HSDPA / WiBro und Bluetooth 2.0. Eine Kamera mit 1,3 Megapixel nimmt Fotos auf, während eine mit 0,3 Megapixel für Web-Konferenzen dient.

Die wichtigste Frage ist die nach der Akku-Laufzeit. Sie soll wesentlich verbessert sein, trommeln die Koreaner. Zwei Akkus ergänzen sich, eine mit vier Zellen und eine mit sechs. Zusammen sollen sie eine Laufzeit von 10 – 11 Stunden bringen. Bevor wir das zu glauben geneigt sind, ist aber ein ausführlicher Praxistest angesagt.

Das Gerät sieht cool aus, wie Bill Gates sagen würde. Die Bedienbarkeit ist allerdings noch eingeschränkt. Und für ein Spielzeug kostet dieses hier zu viel.

(Von Theo Valich in Hannover/bk)

Linq