Staatsanwälte fallen über Benq her

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Sie durchsuchten die Büros von Benq in Taipeh und Taoyuan und verhafteten den Finanzchef. Es geht um Insiderhandel – hochrangige Manager verkauften Anteile in den drei Monaten, bevor sie die erheblichen Verluste durch die Übernahme der Mobiltelefon-Tochter von Siemens bekannt gaben.

Der Finanzchef Eric Yu wurde verhaftet, und eine Freilassung auf Kaution wurde ihm verweigert. Er kann bis zu vier Monate festgehalten werden. Ein früherer Finanzchef der Firma hingegen kam auf Kaution wieder frei.

Wie aus dem Büro des Staatsanwalts zu erfahren war, verkauften Mitarbeiter von Benq im Zeitraum von Dezember 2005 bis Februar 2006 rund 6 – 7 Millionen Benq-Anteile zu einem Preis, der weit über dem lag, was sie nach der späteren Bekanntgabe der gewaltigen Verluste hätten erzielen können. 2006 fielen die Aktien von Benq um 60 Prozent. Die Ermittler prüfen nun, ob die Verkäufe auf direkte Anweisung des Managements hin erfolgten.

Benq-Chef Sheaffer Lee erzählt eine andere Geschichte. Seiner Darstellung nach ging bei den behördlichen Ermittlungen nur um Bonuszahlungen für Benq-Mitarbeiter in Übersee.

Es gibt bereits Spekulationen, dass Benq durch einen weiteren Absturz des Aktienwerts zu einem Übernahmekandidaten werden könnte.

(Newsdesk Inquirer/bk)

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