Retarus: Ein Virenscanner allein reicht nicht

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Der Messaging-Dienstleister Retarus hat ein einer Studie festgestellt, dass ein einzelner Virenscanner allein keinen ausreichenden Schutz vor Malware bietet.

Viren, Würmer, Rootkits und andere unerwünschte Programme sind mittlerweile zum Alltag aller Computernutzer geworden. Schutz sollen Antiviren-Tools bieten, die allerdings individuelle Stärken und Schwächen aufweisen. Daher reicht laut dem Münchner Messaging-Dienstleister Retarus ein einzelner Malware-Killer nicht aus, um alle Angriffe abzufangen.

In eigenen Tests fand das Unternehmen heraus, dass selbst der “beste Virenscanner”, der namentlich nicht genannt wird, nur 90 Prozent aller Schadprogramme abfängt. Vor allem für Unternehmen sieht Retarus darin konkrete Gefahren. Nur der kombinierte Einsatz mehrerer Scanner soll Abhilfe schaffen. Das Unternehmen empfiehlt ein Vorgehen nach dem “Follow-the-sun-Prinzip”: Demzufolge sei die Integration von nach regionalen Kritierien ausgewählen Antiviren-Tools und heuristischer Erkennungsmethoden am erfolgversprechendsten.

“Auch wenn es manchmal versprochen wird, ein 100-prozentiger Virenschutz ist in der Praxis nicht erreichbar, dazu ist die Malware-Landschaft zu dynamisch”, betont Oliver Pannenbäcker, Leiter Electronic Services von Retarus.

Die Empfehlung, auf mehrere verschiedene Virenscanner zu setzen, um eine möglichst breite Schutzwirkung zu erzielen, macht Sinn. Allerdings vertragen sich nicht alle Antivirenprogramme untereinander, immer wieder wird von Fehlern und Problemen beim Einsatz verschiedener Tools auf demselben Rechner berichtet. Dies wird von der Studie allerdings nicht erwähnt. (Timo Roll/mk)

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