CeBIT “spielt in eigener Liga”

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Das verkündet jedenfalls die veranstaltende Deutsche Messe AG. Von ausbleibenden Ausstellern, einer schrumpfenden CeBIT oder gar Krise ist nicht die Rede.

Statt dessen erfreuen sich die Messemacher daran, das die morgen beginnende Ausstellung noch immer 6.059 Aussteller aus 77 Ländern hat und damit die mit Abstand “weltgrößte ITK-Messe” sei. Sie heben ihr Wachstum in Osteuropa, Asien-Pazifik, Lateinamerika und jungen Märkten hervor.

Dass im Bereich der Kommunikationstechnik große Namen wie Nokia und Motorola sich von der CeBIT ebenso verabschiedet haben wie zahlreiche deutsche Aussteller, erwähnen sie lieber gar nicht erst. Und schon gar nicht, dass dieses Jahr noch mal 10 Prozent weniger Fläche gebraucht werden.

Sie tun sich unter diesem Umständen aber ganz offensichtlich schwer, die Besuchermassen anzuziehen, deren Zahlen sie anschließend gerne laut verkünden würden. Da musste eben Trick 17 helfen, wie die Testticker-News berichten, um wenigstens schnell mal 50.000 Besucher mehr zu produzieren.

So viele “Gastkarten” nämlich sollen für jeweils 98 Cent an Aussteller vertickt worden sein, während reguläre Karten an der Tageskasse satte 38 Euronen kosten. Gleichzeitig wird berichtet, dass in Läden wie Karstadt und Medimax CeBIT-Karten bereits kostenlos beim Kauf von Billigprodukten nachgeworfen werden – bei Medimax in Hannover soll es die CeBIT-Karte schon als kostenlose Beigabe zu einem 9,99 € billigen Speicherstick gegeben haben.

Richtig zählen können wollen die CeBIT-Aussteller aber dennoch. Sie versprechen jedenfalls, die Dumping-Tickets nur dann zu den Besucherzahlen zu addieren, wenn sie auch wirklich zum Besuch genutzt werden.

(bk)

CeBIT (Pressemeldung)

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