Midlife-Krise bei Second Life

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Steht Second Life vor dem Kollaps? Laut dem Bericht einer Schweizer Zeitung gerät die Technik der Online-Community an ihren Grenzen.

Second Life kann im Moment nicht mehr als 30 000 Nutzer gleichzeitig bewältigen. Dies schreibt die in Zürich erscheinende “SonntagsZeitung” in ihrer heutigen Ausgabe. Seit Dezember sei die Zahl von Teilnehmern am virtuellen zweiten Dasein von 2 Millionen auf bald 5 Millionen explodiert. Doch die Serverinfrastruktur von Second Life halte mit dieser Entwicklung nicht Schritt.

Laut SonntagsZeitung stützt sich Linden Lab, die kalifornische Betreiberfirma von Second Life, nicht auf leistungsfähige Großrechner, sondern auf Kleinserver. Auf diesen befinden sich die von zahlenden Abonnenten gekauften Inseln, also Ländereien, die bebaut werden können. Jeder Server beherberge zwei Inseln. Diese Architektur ist nicht skalierbar und erfordert immer aufwändigere Pflege. Darum komme es in jüngster Zeit oft zu teilweise stundenlangen Wartungsunterbrechungen.

Die Technik von Second Life sei zudem nicht ausfallsicher. Fällt ein Server aus, sind die darauf gespeicherten Inseln erst nach einem Neustart wieder erreichbar. Findet andererseits auf einer Insel eine Großveranstaltung statt, zum Beispiel ein Konzert, kann keine Systemleistung von anderen, zum gleichen Zeitpunkt wenig frequentierten Ländereien in Second Life bezogen werden. (dbm/mto)

Bild: Second Life

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