Immer weniger deutsche Unternehmen auf der CeBIT

Software

Deutschland fällt in der IT-Branche weltweit immer mehr zurück. Auch auf der CeBIT ist die Zahl deutscher Aussteller drastisch gesunken, berichtet die “Financial Times Deutschland” (FTD).

“Der IT-Mittelstand in Deutschland ist international unbedeutend”, sagt Karl-Heinz Streibich, Vorstandschef der Software AG, der FTD.

Der stetige Rückgang deutscher Aussteller auf der CeBIT überrasche selbst langjährige Branchenbeobachter, schreibt das Blatt. 1997 hätten noch mehr als 4000 deutsche IT-Unternehmen auf der CeBIT ausgestellt. In diesem Jahr präsentierten dort nur noch 2748 heimische Firmen ihre Produkte, die Zahl ausländischer Aussteller sei auf 3311 gestiegen. Allein aus China kommen 471 Unternehmen – 1997 waren es vier.

Zugleich sei Deutschland in der Informationstechnologie besonders bei der Produktentwicklung ins Hintertreffen geraten – So sagt es jedenfalls Stephan Kaiser, Analyst und Berater für IT-Dienstleister bei Pierre Audoin Consultants (PAC). IT-Produkte würden vor allem in den USA und Asien entwickelt.

Zwar sei mit SAP in Deutschland der Weltmarktführer bei betriebswirtschaftlicher Standardsoftware beheimatet; auch die Software AG und IDS Scheer zählten zu den internationalen Playern. Allerdings könnten diese Konzerne nicht die Schwäche Deutschlands auf dem Weltmarkt ausgleichen.

Selbst bei IT-Dienstleistungen kommen mit T-Systems, SBS und SAP nur drei der größten zehn Anbieter in Deutschland noch selbst aus diesem Lande. (uk/mk)

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