Tories wollen mehr Open Source

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Während ihre deutschen Kollegen es eher mit Microsoft halten, fordern die britischen Konservativen mehr Freie Software. Und wollen dem Staat damit reichlich Ausgaben ersparen.

Schatten-Finanzminister und Firefox-Benutzer George Osborne trug der Royal Society of Arts vor, dass er gleiche Bedingungen für Open-Source-Software in Großbritannien wünscht. Die britischen Steuerzahler sollen damit über 600 Millionen Englische Pfund (880 Millionen €) sparen.

Osborne beklagte, dass die Regierung der Freien Software keine faire Chance gibt: “Es gibt keinen gleichen Zugang für Open-Source-Software. Wie es aussieht, werden zu viele Firmen von IT-Aufträgen der Regierung ausgeschlossen. Das erstickt den Wettbewerb und treibt die Kosten hoch.”

Der zur Open Source konvertierte Osborne fügte hinzu: “Seit ich die Mozilla-Zentrale in Palo Alto besucht habe, bin ich zum Benutzer des quelloffenen Web-Browsers Firefox geworden. Da bin ich nicht allein. Fast 20 Prozent der Online-Europäer setzen Firefox anstelle des Internet Explorers ein.”

Nach Überzeugung des Schatten-Schatzkanzlers muss die Regierung umdenken und ganz anders an die Sache herangehen:

“Nicht eine einzige Open-Source-Firma ist im Catalyst enthalten, der von der Regierung offiziell anerkannten Liste von IT-Lieferanten. Viel zu oft ist das IT-System der Regierung inkompatibel mit anderen Formen von Software, was den Wettbewerb einschränkt und die Innovation behindert.”

Seiner Einschätzung nach könnten die IT-Kosten der britischen Regierung durch den Einsatz von Open Source um mindestens fünf Prozent niedriger ausfallen: “Das addiert sich zu über 600 Millionen £ im Jahr.”

(Newsdesk Inquirer/bk)

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