Palm holt sich früheren Apple-Designer für iPhone-Rivalen

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Palm wird vielleicht verkauft oder auch nicht. Aber der Treo-Hersteller plant auch eine Antwort auf das iPhone, berichtet die New York Times.

Die Gerüchteküche dampft Palm seit über einem Monat ein. Unlängst hieß es, dass die Firma Morgan Stanley beauftragt hat, nach Verkaufsmöglichkeiten zu forschen oder einer anderen dramatischen Form der Selbst-Neuerfindung wie dem Aufkauf der eigenen Anteile. Als mögliche Palm-Käufer wurden Nokia, Motorola und sogar Dell gehandelt, da letztere Firma das PDA-Geschäft aufgab und einen früheren Moto-Manager einstellte. Vielleicht wissen wir mehr am 22. März, wenn Palm an diesem Tag Einzelheiten über seine Gewinne verrät.

Zugleich sagt John Markoff von der NYT, dass Palm sich bereits über das iPhone hermacht und mit Paul Mercer einen früheren Apple-Designer angeheuert hat. Nur ein Geräte-Designer, der einmal bei Apple war, ist überhaupt der Erwähnung wert: Man denke nur an den Halo-Effekt, den der iPod bei Jonathan Ive hinterließ.

Das iPhone wird natürlich eine Konkurrenz für Palms Treo bedeuten. Aber noch kann niemand sagen, ob es ein Flop im Stil des Message-Pads Newton wird oder eine Leuchtrakete der iPod-Klasse. Die Herstellungskosten werden ganz oben angesiedelt sein, die Verlässlichkeit einer so neuartigen Entwicklung steht in Frage, und Apple schottet sich durch proprietäre Entwicklungen ab. Zudem steht UMTS nicht in den bisherigen technischen Angaben.

Wie auch immer, Imitation ist die ernsthafteste Form eines Kompliments. Und es besteht derzeit bestimmt keine Knappheit an iPhone-Nachahmern.

Übrigens, wessen Software wurde bei der Entwicklung des iPhone benutzt? Sehr wahrscheinlich die von Autodesk, so wie diese Firma kürzlich bei einer Konferenz in London auf eine direkte Frage achselzuckend, ausweichend, kopfnickend und zwinkernd reagierte.

(Von Martin Veitch / ins Deutsche übertragen von Bernd Kling)

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