Deutsche Telekom begräbt Projekt ” T-One”

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Für das Festnetz-Handy fanden sich nur ein paar Tausend Kunden. Das Gerät sollte mit einer Art integriertem Least Cost Router die immer günstigste Verbindung suchen – allerdings nur innerhalb der Telekom-Preisstrukturen.

Das “Festnetzhandy” mit dem Namen T-One (wir berichteten) wird nicht weiter angeboten. Ein Sprecher des Telekom-Konzerns bestätigte gegenüber dem Handelsblatt: “Wir haben die Vermarktung beendet”.

Ähnlich dem Genion-Projekt von O2 wählte das Gerät automatisch die günstigste Verbindung für Telefonate – im Festnetz oder Mobilfunktarif. Damit wollte die Telekom eigentlich gegen die Billigangebote der Mobilfunk-Unternehmen antreten. Doch T-One fand kaum Freunde, denn seit Markteinführung im vergangenen Sommer fanden sich nur “mehrere Tausend” Kunden.

Auch Arcor sei mit einem vergleichbaren Angebot auf die Nase gefallen, schreibt das Handelsblatt. British Telecom, Pionier der Technik in Großbritannien, will auf der CeBIT in Hannover ein vergleichbares Angebot anbieten – aber vor allem für Geschäftskunden.

Telekom-Chef Obermann habe bereits in seiner Zeit als T-Mobile-Leiter den Tod von T-One gefordert, schrieb die Wirtschaftszeitung schon Ende Februar. Nun ist es ihm gelungen: Das Projekt (Obermann: “Kannibalismus”) ist “gekillt”. (mk)

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