Bertelsmann sucht MySpace in der Bloomstreet

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Der deutsche Medienriese hat seine Drohung wahr gemacht und ein deutsches MySpace bauen lassen. Ein Berliner Startup setzte das Projekt mit Risikokapital aus Gütersloh um.

Schon im Oktober drangen erste Hinweise auf die beabsichtigte Community-Plattform nach draußen. Den Aufkauf bereits etablierter Web-Companys zu astronomischen Preisen konnte sich auch Bertelsmann nicht mehr leisten, und aus dieser Not heraus war die Tugend der eigenen Entwicklung angesagt.

Es erweist sich jetzt als ein nicht direkt von Bertelsmann durchgeführtes Projekt. Das dient vielleicht auch der Risikoabschottung gegen mögliche Lizenzklagen, denen Läden wie MySpace und YouTube täglich ausgesetzt sind.

Die zwei Gründer Chistoph Homann und Pascal Zuta durften eine Firma namens W/rite gründen und sich in Kreuzberg ansiedeln, das Geld floss von Bertelsmann Digital Media Investment. Laut Financial Times Deutschland sollte die Bloomstreet bereits im Dezember für den Online-Verkehr freigegeben werden, was jedoch durch technische Probleme beim Straßenbau verhindert wurde.

Schnelle Starthilfe beim Einzug in die neue Straße verspricht ein Page-o-Mat. Als Verkehrsmittel empfiehlt Bloomstreet einen Browser, der bisher immer nur als Alternative galt:

“Wir sehen gut aus … Wir sind optimiert für den Firefox.”

(bk)

Bloomstreet

Bertelsmann: MyClub statt MySpace