Handy-TV mit DVB-H

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Die Landesmedienanstalten starten den zweiten Versuch, um DVB-H salonfähig zu machen.

Ganz im Gegensatz zum DMB-Standard, der seit der Fußball-WM 2006 mobiles Fernsehen auf Handys ermöglicht, konnte das Konkurrenzverfahren DVB-H (Digital Video Broadcasting – Handhelds) bisher nicht in Deutschland Fuß fassen. Trotzdem versuchen die Landesmedienanstalten jetzt erneut, den Standard auf breiter Ebene einzuführen. Bis Mitte April läuft eine Ausschreibung, in deren Rahmen sich Rundfunkanstalten und TV-Sender um eine DVB-H-Lizenz bewerben können.

Die Voraussetzung sind happig: Gefordert wird ein abwechslungsreiches Angebot aus bekannten und neuen Programmen sowie neuen Sendern zu den Bereichen Nachrichten, Musik und Sport. Zudem müssen Hörfunkprogramme angeboten werden. Innovative Konzepte, die den kleinen Handydisplays und der Möglichkeit zur Interaktion Rechnung tragen, sind gefragt. Das Gesamtkonzept mit Senderfinanzierung, Organisation und Vermarktung muss ebenfalls schlüssig dargelegt werden.

Zum Jahreswechsel soll der DVB-H-Start über die Bühne gehen, eine dreijährige Erprobungsphase schließt daran an. Ob dies zu einer weiteren Verbreitung des Handy-TVs führt, ist als fraglich. Wegen der kleinen Displays und des bisher recht überschaubaren Programmangebots konnte das ultramobile Fernsehen noch keine hohen Nutzerzahlen verbuchen. (Timo Roll/mto)

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