CeBIT will “zurück zu den Wurzeln”

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Aber erst 2008 – da soll es wieder mehr Fachbesucher und weniger “Plastiktütenträger” geben.

So jedenfalls drückte es Ernst Raue vom Messevorstand aus, denn es bestehe “aktueller Handlungsbedarf”. Eine Profimesse soll es wieder werden: “Die CeBIT der Zukunft wird eine ganz andere Veranstaltung sein, aber sie wird weiterhin einer der wichtigsten Treiber der digitalen Welt sein.”

Konkurrierende Messen mit klarem Profil und zunehmend auch Hausmessen der Hersteller machen den Veranstaltern in Hannover zu schaffen. Auch die finnische Firma Nokia, die sich gerne als Hersteller “mobiler Multimedia-Computer” sieht, sagte die CeBIT ab und will in Zukunft die Kunden kostengünstiger und gezielter mit hauseigenen Veranstaltungen erreichen. Das hatte bereits die einstige Computerfirma Apple vorgemacht, die schon seit 1999 nicht mehr in Hannover vertreten ist und aufgrund einer irreführenden Meldung einer Hannoveraner Zeitung dieses Jahr wieder teilnehmen sollte. Auch andere große Namen der Unterhaltungselektronik wie LG und Motorola sagten für dieses Jahr ab und verursachten damit eine “Image-Krise” der CeBIT.

Ab 2008 wollen die Veranstalter also nicht mehr versuchen, es allen Recht zu machen. Statt “Gemischtwarenhandel” sollen die einzelnen Bereiche für die Besucher gebündelt präsentiert werden. Einer der sieben Tage fällt zudem weg, und die ersten vier Tage sind laut Raue auf das Fachpublikum “fokussiert”.

(bk)

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