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Booten vom USB-Stick
USB-Stick rettet Windows
Das Lieblings-Tool als Bart-Plug-in
Booten vom USB-Stick
Gibt es für ein Programm, das Sie in Ihrem Notfallsystem haben wollen, kein vorinstalliertes Plug-in, so können Sie sich die entsprechenden Konfigurationsskripte selbst erstellen ? eine Online-Hilfe bringt Bart PE mit. Viel bequemer ist es jedoch, auf bereits fertig entwickelte Plug-ins von Dritten zurückzugreifen. Denn davon gibt es unzählige, und viele sind richtig praktisch.
Die rege Bart-PE-Community, der unter www.911cd.net/forums eine eigene Forums-Sektion gewidmet ist, entwickelt stetig neue Plug-ins und stellt sie zum Download bereit. Eine riesige Auswahl an Modulen gibt es unter Plugins, ausgiebig getestete und funktionierende findet man im Plugins Repository, zum Beispiel für OpenOffice.org, Partition Magic, Kaspersky Anti-Virus oder Symantec Norton System Works.
Manches der Pakete mag neben den Originalfiles noch den Download zusätzlicher Dateien erfordern, zum Installieren reicht es aber fast immer, sie im Plug-ins-Verzeichnis in einen eigenen Ordner zu entpacken. Wenn alles klappt, taucht das neue Modul nach einem Neustart von Bart PE in dessen Plug-in-Liste auf und lässt sich so in das Rettungssystem integrieren.
Sieht aus wie Windows: Reatogo
Komfortabler geht das Einrichten von Plug-ins mit Reatogo, einem auf Bart PE aufsetzenden Tool mit zahlreichen Zusatzfeatures. Mehr als 200 Plug-ins lassen sich direkt aus dem Programm heraus einbinden ? die benötigten Komponenten lädt Reatogo automatisch herunter. Beide Programme erzeugen zwar ein bootfähiges Live-System, Reatogo setzt gegenüber Bart PE aber noch eins drauf. Auf den ersten Blick sieht ein mit dem Tool erstelltes Notfallsystem genauso aus wie eine »normale« Windows-Installation. Während Bart PE nur die grundlegenden Systemtreiber mitbringt, hat Reatogo auch die Hardware-Erkennung von Windows samt Windows-Explorer und sämtlichen Systemkomponenten mit an Bord.
Windows auf den USB-Stick
Um das Notfall-Windows nun auf einen Speicherstick zu packen, gehen Sie wie folgt vor: Formatieren Sie zunächst den Flashspeicher mit dem HP USB Storage Format Tool, jedoch ohne die Option Quick Format und mit dem NTFS-Dateisystem. Dann können Sie das komplette Verzeichnis mit Ihrem Mini-Windows auf den Stick kopieren.
Der Notfall-Stick bootet allerdings nur mit den Dateien setupldr.bin und ntdetect.com, die Sie im i386-Ordner finden. Diese kopieren Sie in den Root-Ordner des Speichersticks ? also zum Beispiel nach G:\ ? und benennen setupldr.bin in ntldr um. Schließlich erhält das i386-Verzeichnis noch den neuen Namen minint.
Sofern der Rechner es unterstützt und alle Verzeichnisse richtig benannt sind, startet Windows XP anschließend vom USB-Stick.
XP-Variante mit RAM-Disk
Wenn Sie statt des Windows-Desktops einen Bluescreen mit dem Fehlercode 7B (»Inaccessible_Boot_Device«) zu sehen bekommen, hat der von Windows geladene USB-Treiber einen Bus-Reset ausgelöst. Mit einem Trick klappt das Booten aber trotzdem. Das erfordert jedoch den Download des 333 MByte großen Service-Pack 1 für Windows Server 2003.
Dieser Riesen-Download ist notwendig, weil die darin enthaltene Datei setupldr.bin gegenüber der XP-Version einen entscheidenen Vorteil hat: Sie ermöglicht es dem PE Builder, das Mini-Windows nicht über den USB-Treiber, sondern mit einem RAM-Disk-Loader zu starten.
Das Service-Pack 1 für Windows Server 2003 packen Sie über die Kommandozeile mit der Option Servicepackname -r aus. Die im Service-Pack-Verzeichnis i386 enthaltenen Dateien setupldr.bin und ramdisk.sy_ kopieren Sie in das zuvor angelegte PE-Builder-Directory namens srsp1. Achtung: Das File ramdisk.sy_ liegt in komprimierter Form vor, lässt sich aber mit der Kommandozeile expand -r ramdisk.sy_ entpacken.
Von diesem Punkt an geht es weiter wie zuvor beschrieben: den Speicherstick formatieren, PE Builder starten und anschließend mit Plug-ins konfigurieren. Bei der Option Build ISO Image ist allerdings ein Häkchen notwendig, damit PE Builder ein Abbild erstellen darf.
Um die Windows-Dateien nun auf den Speicherstick zu bekommen, verwenden Sie das Tool PE2USB. Entpacken Sie das Programm direkt in das PE-Builder-Verzeichnis. PE2USB macht den Stick bootfähig und überträgt das mit PE Builder erstellte Image-File. Geben Sie dafür in der Kommandozeile Pe2usb -f Laufwerksname ein. Der Laufwerksname ist der Pfad zum USB-Stick, der Parame
ter -f sorgt dafür, dass der Flashspeicher formatiert wird.






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