Bilanzschlampereien: RIM-Chef tritt zurück

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Wegen falsch bilanzierter Aktienoptionen korrigiert Blackberry-Hersteller Research In Motion seine Geschäftsberichte.

Nach einer internen Überprüfung musste Blackberry-Hersteller Research In Motion (RIM) feststellen, dass in insgesamt 321 Fällen die Ausgabe von Aktienoptionen nicht korrekt in den Bilanzen verbucht wurde. Betroffen ist der Zeitraum zwischen Februar 2002 und August 2006. RIM muss nun mehrere Geschäftsberichte korrigieren, der Gewinn des Unternehmens wird sich deshalb voraussichtlich um rund 250 Millionen US-Dollar reduzieren.

Die Prüfer gehen allerdings nicht davon aus, dass die Bilanzen vorsätzlich falsch angefertigt wurden. Dennoch kündigte Co-Firmenchef Jim Balsillie seinen Rücktritt als Verwaltungsratschef an. Er bleibt aber Vorstandschef neben Michael Laziridis, die genannten Ämter will RIM aber künftig nicht mehr in Personalunion besetzen. Balsillies Nachfolger als RIM-President wird Dennis Kavelmann.

Intern wurde vereinbart, dass alle Führungskräfte den unrechtmäßig erworbenen Gewinn aus ihren Aktienoptionen zurückerstatten. Zudem werden Balsillie und Laziridis die Kosten der Bilanzprüfung tragen, die auf rund 10 Millionen US-Dollar geschätzt werden. (Timo Roll/mto)

Bild: RIM

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