Blinde verklagen Oracle

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Weil Oracle-Software nicht behindertengerecht sei, hat der amerikanische Blindenverband Klage eingereicht.

“Der Zugang zu Informations-Technologien ist ein wichtiges Kriterium für den beruflichen Erfolg im einundzwanzigsten Jahrhundert, und dies gilt genauso für die Blinden, wie für die Sehenden.”, so Dr. Marc Maurer, Präsident der National Federation of the Blind.

Da Oracle-Software auf vielen Amts-Rechnern verwendet wird, werden Blinde in Texas förmlich “dazu gezwungen” diese zu benutzen. Das wollen sie sich aber nicht mehr länger gefallen lassen und haben deswegen vor Gericht Klage gegen den Hersteller eingereicht.

Der Blindenverband kritisiert vor allem die Datenschutz-Probleme, die mit der Software verbunden sind. So sind Blinde oft auf Hilfe von Kollegen angewiesen um vertrauliche Daten öffnen und lesen zu können. Dies stellt für sie einen gewaltigen Eingriff in ihre Privatsphäre dar. (mr)

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