Speichergiganten im Netz
NAS-Systeme

Data & StorageStorage

Gründe für den Einsatz eines NAS-Systems gibt es mehr als genug. Die modernen Datenspeicher sind schnell, leise und universell erreichbar. Sechs Netzwerkspeicher im Test.

Diese Produkte haben wir verglichen

Speichergiganten im Netz

_Allnet ALL6500 NAS
_Maxtor Shared Storage II
_Buffalo LinkStation Pro LS-750GL
_Freecom Storage Gateway WLAN
_Trekstor Datastation maxi z.ul
_Buffalo TeraStation Pro TS-1.0TGL/R5


Im Fokus: Sechs brandneue NAS-Modelle

Speichergiganten im Netz

Gesucht wird die Quadratur des Kreises: Eine Festplatte, die schnell, aber auch leise ist. Ausfallsicher soll sie sein und doch allen Anwendern im Netzwerk Zugriff auf die gespeicherten Daten gewähren. Schön wäre es zudem, wenn sich dafür die vorhandenen Zugriffsrechtestrukturen gemäß den Unternehmensrichtlinien abbilden lassen. Ganz klar, das schaffen nur NAS-Systeme.

NAS steht für Network Attached Storage, und das sagt eigentlich schon alles. Es handelt sich um externe Festplatten, die dank Netzwerkschnittstelle bequem ins LAN integriert werden können. Am Vergleichstest nehmen sechs Modelle der neuesten Generation teil. Für den Test wählt die PCpro-Redaktion aus den verschiedenen Serien jeweils das Modell mit der derzeit höchsten Speicherkapazität aus. Allerdings gibt es von fast allen getesteten Modellen auch Varianten mit anderen Festplatten-Konfigurationen.

Mehr als nur Netzwerkspeicher

Wer NAS-Systeme nur als dröge Datenspeicher sieht, tut ihnen Unrecht. Einige Hersteller statten ihre Geräte mit zahlreichen Zusatzfunktionen aus. Der Anwender erhält so beispielsweise auch Printserver, Backup-Lösungen und verschiedenste Archiv-Datenbanken. Freecom schnürt mit dem Storage Gateway WLAN das mit Abstand umfangreichste Paket im Test: Das Gerät ist DSL-Router mit 4-Port-Switch, WLAN-Access-Point, Firewall und NAS in einem.

Diese Infrastruktur ist in kleineren Büros oder Agenturen jedoch zumeist schon vorhanden. Wichtiger ist dagegen ein Printserver, denn einen dedizierten Netzwerkdrucker besitzen kleine Firmen oft nicht. Es werden lokale Drucker über den Parallel- oder USB-Port betrieben und bei Bedarf im Netzwerk freigegeben. Der Host-Rechner muss dabei aber stets in Betrieb sein, sonst kann der Drucker nicht genutzt werden.

Praktisch ist es also, wenn das NAS-System einen Printserver mitbringt und so einen Desktop-Drucker zum Netzwerkdrucker für alle Mitarbeiter umfunktioniert. Im Testfeld können nur Maxtor und Freecom mit einem Printserver dienen; beide besitzen eine USB-Schnittstelle für den Anschluss von Druckern.

Viel Arbeit wartet auf den Administrator beim Freecom-Gerät. Auf jedem Rechner müssen eine Software und der Druckertreiber installiert werden. Das NAS von Maxtor hingegen fungiert als vollwertiger Printserver. Der Admin kann hier aus einer Liste vordefinierter Drucker wählen; er spart sich so in den meisten Fällen die Treiberinstallation und daher in Netzwerken mit mehreren Mitarbeitern viel Zeit.

Bild: Flotter Wechsel: Die Terastation ist mit Wechselrahmen ausgerüstet, so dass sich die Laufwerke schnell austauschen lassen.


Allnet ALL6500 NAS

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Das Allnet-NAS bietet mit zwei Festplatten à 500 GByte reichlich Platz für Daten und die Möglichkeit, einen RAID-1-Verbund einzurichten. Ausstattung und Leistung sind sehr gut – einzig die lange Einschaltzeit und der Geräuschpegel unter Last sind störend.


Testergebnisse im Überblick

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Hersteller Produkt Gesamturteil Ausstattung (30%) Leistung (30%) Ergonomie (30%) Service (10%)
Allnet ALL6500 NAS gut sehr gut sehr gut gut gut
Maxtor Shared Storage II gut sehr gut gut gut sehr gut
Buffalo LinkStation Pro LS-750GL gut befriedigend gut gut befriedigend
Freecom Storage Gateway WLAN befriedigend befriedigend ausreichend gut gut
Trekstor Datastation maxi z.ul befriedigend ausreichend befriedigend sehr gut befriedigend
Buffalo TeraStation Pro TS-1.0TGL/R5 befriedigend sehr gut befriedigend befriedigend befriedigend