MS Live One Care: Jeder vierte Trojaner kommt durch

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Parallel zu Vista liefert Microsoft das hauseigene Sicherheitspaket Windows Live One Care 1.5 aus. Allerdings sollte man beim Schutz von Windows lieber der Konkurrenz als dem Betriebssystemhersteller vertrauen, empfiehlt die Computerzeitschrift PC Professionell in ihrem neuen Heft 4/2007.

Ein umfangreicher Test von Microsofts Live One Care im PC-Professionell-Testlabor bestätigte die Gerüchte über mangelnde Leistung noch stärker als zunächst vermutet. So liegt die Erkennungsrate beim Scannen von Dateiviren und Würmern gerade einmal bei 94,7 Prozent, mehr als jeder zehnte Ad- und Spyware-Installer bleibt also unerkannt.

Doch der Test offenbarte noch größere Lücken: Ausgerechnet bei Trojanern, der Malware-Kategorie mit den größten Zuwachsraten, zeigte die Engine von Microsoft die größten Lücken. Eine miserable Trefferquote von 73,8 Prozent bedeutet: Jeder vierte Trojaner kann sich unbemerkt auf dem System installieren. Damit disqualifiziert sich das Tool als Malware-Schutz.

Auch die “Zwei-Wege-Firewall” von One Care bietet wenig Schutz und blockt in den Standardeinstellungen lediglich vier von 20 Leak-Tests. Die meisten Spionagetools können also ungehindert Daten ins Internet senden. Selbst auf höchster Sicherheitsstufe blockt die Firewall nur einen Leak-Versuch mehr.

Empfehlenswert dagegen sind das Antivirenkit 2007 von G Data sowie Anti-Virus 6.0. von Kaspersky, erklärt PCPro-Security-Testleiter Rüdiger Pein und erklärt dies ausführlicher in der neuen PC-Professionell. (mk)

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