Deutsche Firmen rasen durch Second Life

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Die angeblich millionenschwere Escort-Dame Anshe Chung und die fliegenden Penisse haben für genügend Aufmerksamkeit gesorgt und locken jetzt zahlreiche deutsche Firmen in die virtuelle Welt. “Wir haben da ein Auge drauf”, erklärt der Verband der Automobilindustrie.

DaimlerChrysler hat sich schon mit dem virtuellen Benz im zweiten Leben niedergelassen, in dem es keine Probleme mit dem Namensbestandteil “Chrysler” mehr gibt, der bald wieder abgestoßen werden soll. Dafür spielen sie dort mit einer Teststrecke für Autos.

BMW ist auch schon da, und bei VW heißt es, “unsere Spezialisten verfolgen das mit großem Interesse”. Auch Adidas läuft gerne mit jedem Hype mit und freut sich darüber, dort bereits 23.000 virtuelle Schuhe für 1,15 Millionen Linden-Dollar verkauft zu haben.

Der Energiekonzern EnBW hat ebenfalls bereits echtes Geld in die virtuelle Währung gewechselt, um sich mit einer Sportkampagne zu profilieren. Die gesicherten Einnahmen aus ihrem Real-Life-Monopol konnten sie dort aber nicht einfahren, wie Sprecher Christoph Ringwald zugeben muss:

“Das ist längst mehr als ein Computerspiel. Es muss sich aber noch zeigen, wie die Unternehmen daraus wirtschaftliche Modelle entwickeln können.”

Und wie wäre es mal wieder mit wirtschaftlichen Modellen in der real existierenden Wirtschaft?

(bk)

ZDF

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