YouTube-Gründer: Wir werden für Content bezahlen

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Der steigende Konkurrenzdruck der Video-Websites zwingt die Anbieter dazu, sich Umsatzbeteiligungsmodelle auszudenken. Auch YouTube, Auslöser des Booms, will bald für Content bezahlen.

Auf dem Wirtschaftsforum in Davos hörte man im Januar ungewohnte Worte von YouTube-Mitbegründer Chad Hurley. Nun wurde endlich bekannt, was er im kleinen Kreis erklärte: Die erfolgreiche Video-Website wolle ihre Nutzer am Einkommen beteiligen. Offenbar ändert der Pionier nun seine Unternehmensstrategie in diese Richtung. “Als wir YouTube gründeten, hatten wir wenig monetäre Ziele. Wir wollten nur eine Community rund um Videos aufbauen. Jetzt, wo wir Geld machen, ist es an der Zeit, die Content-Lieferanten auch zu bezahlen”, zitiert ihn heute die australische Zeitung Sydney Morning Herald.

YouTube folge damit jedoch nur dem Vorbild anderer Video-Websites, die mit Beteiligungsmodellen am Anzeigenumsatz oder gleich mit dem Kauf aller Rechte an erfolgreichen Werken locken und so dem Pionier der Branche die Content-Lieferanten abspenstig machen. Break.com und Spymac.com zahlen für Exklusivrechte, Dailymotion.com und Revver.com beteiligen am Anzeigenumsatz auf den Video-Seiten.

Wenn man Menschen für ihre Kreativität belohne, könne man auch mehr Qualität erwarten als in den Heimvideos, die den Web-Nutzer oft “heimsuchen”, erklärte Hurley. (mk)

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