RIAA kassiert Piraten über P2PLawsuits.com ab

Allgemein

Der Kampfverband der US-Musikbranche versucht rückläufige Musikumsätze ein wenig durch die eigens eingerichtete Piratenkasse auszugleichen.

Das neueste Dotcom-Geschäftsmodell der Plattenfirmen soll denen das Abdrücken von Kohle erleichtern, die sie selbst der Piraterie beschuldigen. Beschuldigte dürfen ihr Aktenzeichen eingeben und sollen einen wesentlichen Rabatt bekommen, wenn sie auf diese Weise bezahlen.

Offiziell gibt die RIAA das als Service für Leute aus, die nicht wollen, dass ihr Name durch ein öffentliches Gerichtsverfahren bekannt wird. Wie Wired meint, sieht es allerdings eher nach einer Reaktion der Recording Industry Association of America auf ihre eigenen Probleme aus, die Beschuldigten überhaupt vor Gericht bringen zu können. Das gilt insbesondere, wenn sich die angeblichen Piraten geschützt hinter den IP-Mauern eines Universitäts-Netzwerks befinden, hinter denen die RIAA besonders viele Raubkopierer entdeckt haben will – und ohne eindeutige Piraten-IP haben die Plattenfirmen schlechte Karten vor Gericht.

Wird bezahlt, ist es jedenfalls leicht verdientes Geld in einer so schwer gebeutelten Branche. Man ruft einfach Leute an und sagt ihnen, sie schuldetem einem Geld. Dazu nennt man einen Betrag, den man sich ganz freizügig ausdenken kann. Wenn sie einloggen und abdrücken, hat man gewonnen.

(Nick Farrell/bk)

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