EU streitet wieder mit Microsoft

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Der Streit zwischen Microsoft und der EU geht in die nächste Runde. Nun droht die Wettbewerbskommision mit einer empfindlichen Geldstrafe.

Die EU lässt nicht locker. Die 2004 von der EU-Wettbewerbskommission verhängten Maßnahmen hat Microsoft offenbar nicht zufriedenstellend umgesetzt. Microsoft war verpflichtet worden, die Windows-Schnittstellen bei Servern so offenzulegen, dass auch andere Hersteller ihre Produkte auf Windows-Server anpassen können.

Jetzt bemängeln die Wettbewerbshüter, dass die von Microsoft verlangten Lizenzgebühren für Schnittstelleninformationen für Arbeitsgruppen-Server zu hoch seien. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes erklärt, es gäbe “keine besonderen Innovation in den Schnittstellenprotokollen”, die solche Preise rechtfertigen würden.

Vier Wochen hat der Softwarekonzern nun Zeit, auf die aktuellen Vorwürfe zu antworten. Andernfalls könnte die EU eine Geldbuße gegen den Softwarekonzern verhängen. In einem gerade erschienenen Statement erklärt Microsoft, die bemängelten Lizenzgebühren seien 30 Prozent unter dem Niveau, das für diese Technologie marktüblich sei. Offenbar ist der Konzern nicht bereit, klein beizugeben.

Den vollständigen Wortlaut der EU-Erklärung und weitere Hintergrundinformationen finden Sie auf den EU-Seiten. (mto)
Bild: EU

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