AMD: Intel trickst mit falschen Zahlen

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Nach einer Zeit der relativen Zurückhaltung ziehen die Chiphersteller wieder die Handschuhe aus. AMD wirft Intel Benchmark-Vergleiche mit veralteten und verfälschten Daten vor.

“Ich bin es nur noch leid, von einem Konkurrenten herumgestoßen zu werden, der keinen fairen und offenen Wettbewerb schätzt”, wütete Henri Richard, bei AMD für Verkauf und Marketing zuständig.

Intel hatte letzte Woche bei einer Konferenz mit Finanzanalysten einen einkernigen AMD Opteron und den neuesten Intel-Prozessor mit dem Benchmark Spec 2000 verglichen. Dieser Benchmark war bereits vor einiger Zeit eingestellt worden, beschwerte sich nun AMD, was den Vergleich sinnlos machte.

Intel-Sprecher George ALfs gab zu, dass Spec 2000 eingesetzt wurde. Er widersprach aber der Behauptung, Intel hätte fehlerhafte Daten eingesetzt, um den eigenen Chip besser aussehen zu lassen. Vielmehr seien von AMD selbst bei der unabhängigen Spec-Gruppe eingereichte Daten verwendet worden.

“Wir haben ihre besten öffentlichen Werte verwendet und sie mit unseren besten Werten verglichen”, erklärte er gegenüber vnunet.com.

Tatsächlich spiegeln solche als Branchenstandards geltende Benchmarks selten die wirkliche Leistung bei alltäglichen Anwendungen wieder, wie der Analyst Nathan Brookwood von Insight 64 meinte:

“AMD ist frustriert, dass Intel irreführende Ergebnisse von Benchmark-Tests herausgibt. Aber alle machen das. Das System als solches ist faul, aber es ist besser als die Alternative.”

Die Alternative, fügte er hinzu, wäre der manuelle Test durch den Endbenutzer für jede Anwendung und jedes System.

(Von Tom Sanders bei AMD in San Francisco/bk)

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