WGA: Vielleicht bist du ein Pirat

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Die Echtheitsprüfung von Windows XP soll die Welt nicht mehr nur in Gut und Böse aufteilen. Es soll auch noch die Zwielichtigen geben.

Microsofts CEO Steve Ballmer hatte unlängst bei einem Treffen von Finanzanalysten versprochen, die Daumenschrauben von Windows Genuine Advantage (WGA) weiter anzudrehen und damit die Umsätze anzukurbeln. Tatsächlich wird das Anti-Piraten-Programm nun etwas nuancierter und lässt den Zwischenton “vielleicht” zu. Offenbar waren zu viele Nutzer grundlos verärgert worden, die das Betriebssystem für gutes Geld gekauft hatten und anschließend durch WGA als Raubkopierer erkannt worden waren.

Microsoft reagierte auf Anfragen zu diesem Thema bislang nicht. Laut Ars Technica erkennt Microsofts Piratenprüfer jedoch fast ein Fünftel der Windows-Installationen als raubkopiert. Bislang gab es nur “echt” oder “unecht”. Die neue Einstufung “unsicher” im Sinne von ungewiss könnte die Zahl der zu Unrecht Beschuldigten deutlich reduzieren. Microsoft gewänne damit Zeit, um mehr darüber herauszufinden, wie es zu den falschen Einschätzungen kommt – bevor Ballmer seine Drohung umzusetzen versucht.

(Nick Farrell/bk)

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Ballmer: Piraten sind an schlappen Vista-Umsätzen schuld