TESTS

Skype- Handys: Netgear SPH101, SMC WSKP100
Schöner skypen
Mit Notebook und Headset zu skypen, ist so sexy wie Socken in Sandalen. Profis nutzen dafür spezielle WLAN-Telefone. PCpro testet zwei Geräte im Praxiseinsatz.
Testbericht
Skype- Handys: Netgear SPH101, SMC WSKP100

Preiswerte Internet-Telefonie, völlig losgelöst vom PC: Das versprechen die beiden Handys von Netgear und SMC, die per Funktechnik über Router auf das Internet zugreifen.
So lässt es sich rechnerlos bequem zu Hause, im Büro oder auch an öffentlichen WLAN-Hotspots ohne Web-Interface-Anmeldung telefonieren. Die Geräte machen es passionierten Skypern dabei denkbar einfach: Nach dem Einschalten suchen sie nach verfügbaren Funknetzen der Standards 802.11b oder 802.11g und zeigen diese an.
Der Nutzer erkennt am Schlosssymbol, ob es sich um ein offenes oder ein geschütztes WLAN handelt. Für ein geschütztes Netz muss er den entsprechenden Schlüssel eingeben, die Art der Verschlüsselung erkennen die Geräte selbstständig. Anschließend fragen beide nach den Skype-Benutzerdaten.
Ist die Verbindung zum Skype-Dienst hergestellt, zeigen die hintergrundbeleuchteten Farbdisplays den Skype-Status, das verfügbare Guthaben, den Akkuladestand und die Qualität der WLAN-Verbindung an.
Englische Benutzerführung
Nichts für Anglophobe ist noch die Benutzerführung: Bei beiden Geräten ist sie in der aktuellen Firmware-Ausstattung auf Englisch. Dennoch kommt man über wenige Tasten intuitiv schnell ans Ziel. Zwei Knöpfe unter den Displays sorgen für Zugriff auf Menü und Kontakte. Die Kontaktdetails stehen auch ohne Netzwerkverbindung zur Verfügung. Drückt man nach dem Aufruf eines Kontakts die grüne Anruftaste, bauen die Geräte wie GSM-Handys eine Verbindung auf. Auch Gespräche ins Festnetz sind bei entsprechenden Skype-out-Guthaben kein Problem: Nummer wählen, grüne Taste drücken, fertig.
Gesprächsqualität
Bis dato liegen beide Geräte im Test gleichauf. Farbe bekennen heißt es bei der Sprachqualität. Das Netgear SPH101 klingt etwas blechern und erinnert an frühere Schnurlostelefone ? hier holt sich das SMC WSKP100 Pluspunkte. Die Lautsprecher beider Geräte sind relativ leise. In lauter Umgebung stößt der Gesprächspartner da schnell auf taube Ohren. Hier greift man dann doch besser zum Headset, das beim SMC zum Lieferumfang gehört. Die Freisprecheinrichtung des WSKP100 krankt ebenfalls an einem zu leisen Lautsprecher.
Akkulaufzeit
So schön die mobile Skype-Freiheit ist, sie hat ihre Grenzen: In der Akkulaufzeit kommen die beiden Geräte nicht an moderne Handys heran. Der Grund: WLAN verbraucht mehr Strom als GSM und UMTS. Das Netgear SPH101 meldet schon nach einer Stunde und 39 Minuten, dass der Akku schlapp macht. Nach weiteren achteinhalb Minuten ist endgültig Schluss. Etwas ausdauernder ist das SMC WSKP100. Nach einer Stunde und 48 Minuten mahnt es zwar Akkuschwächen an, hält dann aber noch 24 Minuten durch. Unpraktisch: Beide Geräte zeigen während eines Gesprächs den WLAN-Status, nicht aber den Akkuzustand an. Mit dem mitgelieferten Ladegerät ist der Netgear-Akku nach knapp zweieinhalb Stunden geladen. Beim SMC lässt sich die Ladezeit nicht messen, da das Handy nicht anzeigt, wann der Ladevorgang beendet ist. Sowohl Netgear als auch SMC setzen auf Mini-USB als Ladebuchse, so dass sich die Skype-Handys auch am Notebook oder PC laden lassen.
Fazit
Das SPH101 von Netgear ist das deutlich schickere Handy. Hier gefallen die edle Verarbeitung, die Freisprecheinrichtung und das kontrastreichere Display, dafür fehlt?s aber an Sprachqualität und Akkulaufzeit. Bei diesen Features und beim Preis punktet das WSKP100. Dafür macht es optisch nicht ganz so viel her wie der Konkurrent.






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