Open Source gewinnt durch Rechtsstreit um MP3

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Die Patentabzocker haben erreicht, dass schon vom Tod des beliebten Formats gesprochen wird. Gute Chancen auf die Thronfolge hat Ogg Vorbis.

Wie das Magazin Wired meint, ist Alcatel-Lucent nicht der einzige Gewinner des Gerichtsurteils, das Microsoft zu einer Zahlung von 1,52 Milliarden Dollar wegen Patentverletzung verdonnert hat. Die vielen Konkurrenten des Audio-Kompressions-Formats MP3 könnten die wirklichen Gewinner sein.

Das beliebte MP3 verhinderte bislang eine breitere Akzeptanz der anderen Formate. So unterstützen insbesondere nur wenige mobile Geräte das freie Format Ogg Vorbis.

Dabei ist MP3 längst nicht mehr das leistungsfähigste Format für diesen Zweck. Da gibt es MP3Pro, MPEG, Windows Media und reichlich lizenzfreie Open-Source-Formate. Nachdem der MP3-Standard durch das Gerichtsurteil wesentlich verteuert und damit in Frage gestellt wurde, werden die bislang mit MP3 zufriedenen Hersteller sich nach etwas anderem umsehen müssen.

Der von Apples iTunes eingesetzte Standard AAC ist eine mögliche Alternative. Obwohl Apple es in DRM einhüllt, ist es ein offenes Format, das auf MPEG-4 beruht. Es ist zwar nicht lizenzfrei, aber ein starker Mitbewerber. Die DRM-Komponente des Windows-Media-Formats der Borg verhindert dessen breite Akzeptanz.

Bislang als Außenseiter galt Ogg Vorbis, ein lizenzfreier Open-Source-Rivale von MP3. Doch selbst Microsoft benutzte das Format bereits in der Xbox-Konsole für die Audio-Ausgabe von Spielen.

(Nick Farrell/bk)

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