DSL-Markt: Telekom kämpft gegen Schwindsucht

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Der deutsche Konzern hat im Breitbandgeschäft erneut Federn lassen müssen. Die Konsequenz lautet nun: Preissenkungen. Aber nicht überall.

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Wie die Bundesnetzagentur gestern noch mitteilte, stieg die Zahl der installierten DSL-Anschlüsse in 2006 um 37 Prozent auf 14,1 Millionen Euro. Davon entfielen aber nur 770.000 neue Nutzer auf die Telekom, während die Wettbewerber rund 3 Millionen frische Kunden überzeugen konnten. Der Marktanteil der Deutschen Telekom rutschte dadurch von 60 auf 50 Prozent ab.
Der Konzern zieht die Notbremse und senkt die DSL-Tarife um 20 Prozent. Aber nur in Großstädten, wo die Konkurrenten besondern erfolgreich wilderten. Damit gibt es erstmals bei der Telekom regional verschiedene Preise. Konkret soll ab Sommer ein DSL-Zugang inklusive Flatrate für Internet und Telefonie knapp 40 Euro im Monat kosten, also 10 Euro weniger als bisher. Kleiner Makel am Rande: Die Wettbewerber sind teilweise schon jetzt günstiger…
Zweite, fast schon revolutionäre Neuerung: Mit “IP-One” bietet die Telekom einen Internetanschluss ohne den bislang obligatorischen Telefonvertrag an. Stattdessen soll der IP-Kunde nur noch via Internet telefonieren. (rm)

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