Dell rudert mit dem Linux-Versprechen zurück

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Der PC-Hersteller hatte versprochen, zuzuhören und zu reagieren. Jetzt kommen gemischte Signale.

Nachdem Zigtausende von Besuchern auf Dells Vorschläge-Briefkasten-Website IdeaStorm mehr Open Source und insbesondere die Vorinstallation des Betriebssystems Linux gefordert hatten, schien eine wohltönende Ankündigung unter der Überschrift “Ideas in Action” genau dem nachkommen zu wollen.

Das will die Firma nun doch nicht so richtig, oder jedenfalls nicht so schnell. Es sei nur die Zertifizierung von Linux-Distributionen für Dell-Rechner der Serien OptiPlex, Latitude und Precision gemeint gewesen, nicht die Vorinstallation. Das allerdings wäre noch lange nicht die Umsetzung der Ideen, die Dells Käufer gefordert hatten.

Dell-Sprecher Jeremy Bolen wies darauf hin, dass bereits einzelne Precision-Workstations an größere geschäftliche Abnehmer mit vorinstalliertem Linux ausgeliefert würden. Bei anderen Geräteserien sei das nicht der Fall, könne aber noch kommen:

“Ich möchte jedoch nicht die Option ausschließen, das Programm der Vorinstallation zu einem späteren Zeitpunkt zu erweitern … Wenn wir über ein Betriebssystem reden, ob Dell es installieren und testen wird, dann setzt das eine Menge Arbeit voraus.”

Caroline Dietz von Dell ergänzte, Dells Erklärung vom letzten Freitag über die Zertifizierung von Novell SUSE Linux sei nur die erste in einer ganzen Reihe von Erklärungen, die noch kommen sollen: “Das ist ein fortlaufender Prozess. Wir beobachten und aktualisieren das ständig. Die erste Erklärung bedeutet nicht, dass das alles ist, was wir tun werden.”

Bis zur klaren Entscheidungsfindung wird es wohl noch einige Besprechungslängen dauern. Mit weiteren Ja-aber-Erklärungen ist zu rechnen.

(Nick Farrell/bk)

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Dell-Erklärung “Ideas in Action”