Computerprobleme ließen die Wall Street stärker abtauchen

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Der Crash der überhitzten chinesischen Börse zog auch andere Börsen ein Stück weit nach unten. Auf so viel Börsenbewegung war der automatisierte Computerhandel der New York Stock Exchange nicht eingerichtet.

Seit Anfang dieses Monats verbindet ein neues Handelssystem den automatisierten Computerhandel mit dem gewohnten Handel auf dem Börsenparkett. Doch das erhöhte Volumen durch den China-Crash verkraftete das System nicht. Der auf dem Börsenparkett anwesende NYSE-Chef beunruhigte die Anleger zusätzlich, als er jeden Kommentar verweigerte. Eine Sprecherin gab schließlich wiederkehrende Handelsunterbrechungen durch technische Probleme zu, die noch untersucht würden.

Das Index-Unternehmen Dow Jones hatte ebenfalls Probleme und musste auf ein Backup-System umschalten, nachdem die Pannen sich eine ganze Stunde lang hinzogen. Durch diese Umstellung wiederum wurden die Marktaktivitäten, die in Echtzeit 20 Minuten angedauert hatten, so angezeigt, als wären sie in nur zwei Sekunden passiert. Das soll aber keine überzogene Darstellung des Kurseinbruchs gewesen sein, so eine Sprecherin, sondern nur “eine reine Abwicklungsverzögerung”.

(bk)

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