Wird AMD etwa filetiert?

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Wilde Gerüchte machten sich gestern Abend an der Wallstreet breit. Sie rankten um den Chiphersteller und einen möglichen Teilverkauf an private Geldgeber.

Konkret gehe es bei AMD um einen Leveraged Buyout, kurz LBO. Dabei werden Firmenteile über Fremdkredite gekauft und die laufenden Finanzierungskosten aus dem Cashflow des Unternehmens beglichen.
Die Meinungen der Börsen-Analysten sind aber geteilt, was die Substanz des Gerüchts angeht. Einige Beobachter sehen Handlungsbedarf in den Bilanzen von AMD nach der teuren Übernahme von Grafikchiphersteller ATI. Andere halten dagegen, der Cashflow von AMD sei zu unattraktiv, um ein LBO zu rechtfertigen.
“Es würde mich nicht wundern, wenn es zu einer äußerst kreativen Lösung kommt, um die AMD-Bilanz zu stärken”, meinte zum Beispiel JoAnne Feeney von FTN Midwest Securities. Die ATI-Übernahme versaute die Bilanz des Unternehmens. So musste AMD für 2006 einen Verlust von fast 128 Millionen Euro ausweisen.
In der Firmenkasse seien aber noch 1,18 Milliarden Euro flüssig. Die Gerüchte sorgten immerhin schon mal dafür, dass die Aktie kräftig zulegte. (rm)

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