Killerspiele: Lieber reden als verbieten

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Ein Experte der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien rät Eltern: Kindern lieber nicht gewalttätige Spiele zu verbieten.

“Nicht der eigene Geschmack zählt. Eltern sollten nicht ihre eigenen Normen vor sich her tragen”, so Wolfram Hilpert von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf der Bildungsmesse didacta in Köln. So sollten Eltern lieber mit ihren Kindern darüber reden, was denn genau den Sprösslingen an diesem Spiel gefällt. Dies berichtet die Mitteldeutsche Zeitung.

“Eltern sollten hingucken, fragen und mitspielen, statt ein Spiel vorschnell zu bewerten. Ich verstehe eh nichts davon, ist die falsche Haltung.”, so Hilpert weiter. Trotzdem sollten Eltern auf bestimmte Regeln, wie die Altersfreigaben achten. Auch feste Spielzeiten sind ratsam. Diese sollten aber möglichst nicht bei “einer Stunde täglich” liegen, sondern lieber wöchentlich festgelegt werden. “In der Zeit kommt man bei vielen Spielen nicht weit.”, behauptet Hilpert.

Auch sollten sich Eltern keine Sorgen machen, wenn ihr Sprössling mal gewalttätige Spiele wie Counterstrike spielt. Diese machen nicht automatisch Amokläufer aus jedem Spieler.

Auch die Wirtschaftsverbände Game und eco haben sich gegen eine Dramatisierung von Computer-Spielen ausgesprochen (wir berichteten). (mr)

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