EMI: Musik ohne DRM wird teurer

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Die Plattenfirmen wollen den Verzicht auf digitale Restriktionen offenbar aus Ausrede für Preiserhöhungen nutzen.

EMI hat bereits zu verstehen gegeben, dass es das digitale Restriktions-Management über Bord gehen lassen will. Die Firma gab auch zu, dass es ein kostspieliger Fehler war, mit dem sich Piraterie schon gar nicht stoppen ließ.

In einem Versuch, das hinausgeworfene Geld wieder einzusammeln, hat EMI den Online-Vertreibern von Musik jetzt gesagt, dass sie für Umsätze mit DRM-freier Musik mehr bezahlen müssen.

Laut Bloomberg hat sich EMI aus Verhandlungen mit Online-Anbietern – darunter auch Microsoft – zurückgezogen, weil diese den Forderungen nicht zustimmen wollten. EMI verlangte offenbar eine hohe Vorauszahlung, das Gegenangebot fiel niedriger und nicht zur Zufriedenheit der Musikfirma aus.

EMI rechtfertigt den gewünschten Preisaufschlag damit, die Händler müssten einen Teil der Risiken schultern – obwohl sie zugeben mussten, dass die Technik nie einen “Schutz” bot. Die Online-Musikhändler wünschen sich den Wegfall von DRM und würden dafür vermutlich etwas drauflegen. EMI jedoch pokert offenbar zu hoch.

(Nick Farrell/bk)

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