NDR wird seit Killerspiel-Beitrag mit Mails bombardiert

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Mit einem Beitrag des Magazins “Panorama” hat das Norddeutsche Fernsehen die deutsche Gamer-Gemeinde in Aufruhr versetzt.

Der Beitrag “Morden und Foltern als Freizeitspaß” ist es, der die PC-Gamer während der laufenden Diskussion um ein Verbot so genannter “Killerspiele” mitten ins Herz trifft. Wie das Insider-Blog Inquirer berichtet, stellt der Beitrag diverse Spiele als äußerst gewalttätig dar, obwohl sie das – zumindest in der in Deutschland erhältlichen Ausführung – gar nicht sind. Beispielsweise das Action-Rennspiel GTA San Andreas, bei dem durch Vergewaltigung Punkte zu sammeln sein sollen. Laut Beiträgen in einschlägigen Foren ist dies nur mit verpönten und verbotenen Add-Ons nur unter ganz bestimmten Umständen nur Ansatzweise möglich.

Auch der vergleichsweise bekannte Gamer-Clan Call of Duty Warrior, der sich auf den Weltkriegs-Shooter gleichen namens spezialisiert hat, sieht sich diffamiert: “Durch diesen Bericht werden alle COD-Gamer als Nazis, Mörder, Vergewaltiger und Folterer dargestellt”, so die offizielle Gegendarstellung zur NDR-Sendung.

Demnach seien die Kommentare manipulativ zusammengeschnitten oder komplett weggelassen worden.

Unfair ist in den Augen vieler Spieler, dass dass in der Reportage Szenen teils US-Versionen der Spiele gezeigt werden. Diese sind in Deutschland aber ohnehin nicht erlaubt. Ebensowenig wie zusätzliche Patches, die Spiele gewalttätiger wirken lassen.

Der NDR hat bereits eine Rechtfertigung online gestellt, die von den Gegnern des Beitrags ebenfalls durch entsprechende Reaktionen überflutet wird: “Wenn ich Kindern erklären wollte, wie Propaganda und manipulative Berichterstattung funktioniert, wäre dieser Beitrag bestens geeignet”, so ein Kommentator. (mr/tkr)

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