Sony: Die Spieleentwickler sind schuld

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Sony spart bei der abgespeckten europäischen Playstation 3 rund 20 Euro ein und sorgt damit für reichlich inkompatible PS2-Spiele. Schuld aber sollen die Entwickler sein.

Wie wir berichteten, erspart sich Sony bei der europäischen PS3-Variante den für die PS2-Kompatibiliät zuständigen Emotion-Engine-Chip. Das ist mehr als ein neues PR-Desaster für den Rootkit-Hersteller Sony. Die Firma legt damit ihre treuesten Kunden herein, die schon vor Jahr und Tag die neue Wunderkonsole bestellten aufgrund der damals veröffentlichten technischen Versprechungen. Die trotz endloser Verschiebungen gewartet haben und den Versuchungen von Xbox 360 und Wii widerstanden.

Sony weiß sehr wohl um die Probleme. Es hat zweifellos seinen guten Grund, warum die Liste der kompatiblen Spiele erst nach dem europäischen Verkaufsstart veröffentlicht werden soll. Die Software-Emulation anstelle des Zusatzchips bereitet bei der neuen Konsole Probleme mit PS2-Titeln. Doch das liegt nur an den Entwicklern, wie Playstation-Produktmanager Georg Domiter jetzt erklärte:

“Die Schwierigkeiten bei der Emulation älterer Titel auf der Next-Generation-Konsole liegen in der teils unterschiedlichen Programmierung der Spiele …
Sony gibt den Spieleentwicklern genaue Richtlinien vor, wie die Games zu programmieren sind. Manche Hersteller weichen dennoch von diesen Vorgaben ab. Die Spiele sind zwar auf der jeweiligen Konsole läuffähig, bei der Emulation kommt es dadurch allerdings zu Problemen.”

Tatsache ist, dass sich weder Entwickler noch Kunden auf die Vorgaben und Ankündigungen von Sony verlassen können, wenn eine so wesentliche technische Ausstattung kurzfristig abgekündigt wird. Und genau das könnte Sony – erst recht nach all den bisherigen Versäumnissen – in die Todesspirale des Konsolenmarkts führen.

(Charly Demerjian/bk)

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