Internetmarketing braucht keine Domains
Und Tschüss – raffinierte Domainnamen sind out

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Wegen der Schnelligkeit und Genauigkeit der Suchmaschinen braucht es keine leicht erkennbaren Webadressen mehr. IT-Week-Redakteur David Neal elaboriert über die Zwecklosigkeit der Namenssuche.

Domains: Namen sind Schall und Rauch

Internetmarketing braucht keine Domains

Manchmal, wenn ich gerade nicht aus dem Fenster starre, schaue ich mich im Büro um und sehe, was die anderen Leute so machen. Leider ist es meist nur Arbeit, die aber zuweilen recht interessante Aspekte hat.

So haben einige meiner Kollegen versucht, einen Domainnamen für einen Ableger der Webseite von IT Week zu finden. Zumeist ging es um die Bezeichnung und wie erwartet, wurden all meine Ideen genauso abgelehnt, wie der Name, den ich für das Baby meiner Freunde vorgeschlagen hatte. Aus irgendeinem Grund glaubten sie, dass Lupin nicht zu einem Jungen passt, der seine prägenden Jahre wahrscheinlich in Peckham verbringen wird.

Was besagt aber ein Name überhaupt? Wann immer ich heutzutage etwas im Internet finden will, tippe ich mein Suchwort oder die Suchwörter in das praktische Dropdown-Feld der Google Toolbar ein, die von meinem Firefox-Browser mitgeliefert wird. Für ein paar Seiten, so eine Art Nischenseiten, muss ich etwas kreativer googeln: monkeys + news + “man on top of tower in shorts” (deutsch etwa: Affen + Nachrichten + Mann auf Turm in Hot Pants) ist ein gutes Beispiel.

Die Aufgliederung macht es viel leichter, das zu finden, was ich suche und erspart mir bloßes Rätselraten wie den Begriff “randommonkeynews.com” in die Adresszeile meines Browsers zu tippen.


“ergoogeln” statt Domains merken?

Internetmarketing braucht keine Domains

In grauer Vorzeit hätte ich “Wetter”, “Ferien”, “Fußball” oder “Einkaufen” mit entweder einer .com oder .co.uk Endung eingegeben. Der Erfolg dabei war unterschiedlich meistens am unteren Ende der Erfolgsskala angesiedelt. Also Kinder, sucht niemals blindlings die Webseite des “Whitehouse” (http://www.whitehouse.gov/kids/), das endet in einem Tränenmeer.

Wenn meine technikfeindlich gesinnten Freunde heutzutage einen allgemeineren Begriff in die Adresszeile eingeben, schnappe ich mir die Maus und schlage vor, das Gesuchte einfach zu “ergoogeln”. Wenn sie aufgehört haben zu heulen, funktioniert das meistens – zumindest in dem Sinne, dass wir im Interweb finden, was wir suchen.

Als ich bei der IT Week angefangen habe, dachten wir alle, dass die Seiten das Web beherrschen werden, deren Domainnamen leicht zu erraten sind. Dies geschah jedoch nicht. Das Surfen im Netz ist nicht so geradlinig.


Online-Marketing? Unverständlich!

Internetmarketing braucht keine Domains

Anfang voriger Woche habe ich ein paar hektische und verrückte Stunden auf der Messe “Technology for Marketing” im Londoner Olympiazentrum zugebracht. Dabei stellte ich fest, dass ich zwar von Web-Marketing, Stärkung der Web-Präsenz und das Zahlen oder Bieten auf Klicks keine Ahnung hatte, aber sehr genau wusste, dass es extrem kompliziert ist.

Es scheint, dass die Rolle des Web-Managers mit der von Marketingleuten verschmilzt, weil Hidden Content (versteckter Inhalt) und wirklicher Inhalt wesentlich wichtiger für die Erstellung einer erfolgreichen Webseite sind als ihr Name.

Kapiert? Nein? Ich auch nicht.

Vielleicht sollte ich nicht so oft und lange aus dem Fenster starren!