4G macht Schluss mit den Minutenpreisen

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Der gegenwärtige Tarifdschungel der Mobilfunkanbieter wird die Umstellung auf noch schnellere Übertragungsstandards nicht überleben, erklären Branchenexperten übereinstimmend. Ohne Pauschaltarife wird nichts mehr gehen.

Darin waren sich die Teilnehmer eines NetEvents-Symposiums in Evian heute weitgehend einig. So sieht Joel Stradling, ranghoher Analyst bei Current Analyses, in der mobilen Datenübertragung des kommenden 4G-Standards den Todesstoß für die traditionelle Abrechnung nach der individuellen Nutzung in Minuten und Sekunden, auch wenn das die Gewinne deutlich schmälern dürfte:

“Die Mobilfunkbetreiber sind nicht scharf darauf, Pauschaltarife zu einem festen Preis anzubieten, aber ich denke, das ist in der Zukunft unausweichlich.”

Gespräche werden seiner Einschätzung nach die Killerapplikation bleiben, jedoch in Form von VoIP-Diensten wie Skype.

Die Experten erwarten eine wesentliche Steigerung der erforderlichen Bandbreite für die mobilen Dienste, da Voice over IP die Benutzer zu ständig offenen Verbindungen verleite. Analyst Bob Bamforth von Quocirca glaubt bei jüngeren Nutzern mobiler Dienste bereits eine “Kultur des offenen Mikrofons” zu erkennen:

“Kommunikation wird immer weniger als Ereignis gesehen, während wir uns in eine ständig aktive, ständig verbundene Welt mit immer offenen Kommunikationskanälen bewegen.”

(Robert Jaques von NetEvents in Evian/bk)

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