Sony: Kopierschutz für Musik ist tot

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Jetzt springt auch der Hersteller von Rootkits und explodierenden Akkus auf den fahrenden Zug. Doch für Computerspiele sowie Videos sollen die Restriktionen bleiben oder sogar noch verstärkt werden.

“Der Kopierschutz im Musiksektor ist tot”, erklärte gestern in Salzburg der Executive Vice President Sony DADC, Christian Reiser. Insbesondere seit Apples Steve Jobs seine Visionen von einer DRM-freien Musik verkündet habe, sei die Sache gelaufen.

Diese Aufgabe einer früher durch Rootkits verstärkten Position sieht aber zugleich nach einem Rückzugsgefecht aus. Denn der gleiche Sony-Manager hält den Kopierschutz für andere Medien weiterhin hoch: “Im Software-, Game- und Video-Bereich ist der Kopierschutz in der Branche jedoch nach wie vor unbestritten und dort funktionieren die Maßnahmen auch.” DADC decke diese Marktbereiche mit den Kopierschutzlösungen SecuROM und ARccOS ab.

sonydadc.jpgDie Schutzmauer bei Computerspielen soll offenbar sogar noch erhöht werden, und dabei vertraut Sony nichts und niemandem, schon gar nicht den eigenen Partnern. Mit der “SecuROM Preview and Review Solution” sollen sogar Vorab-Versionen für Spieletester, Journalisten und Geschäftspartner geschützt werden, weil sie doch sonst schon vor dem Start im illegalen Handel auftauchen könnten.

(bk)

pte

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