Kreditkartenunternehmen boykottieren AllofMP3

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Das umstrittene russische MP3-Portal AllofMP3 kann mittlerweile praktisch keine Zahlungsmöglichkeiten mehr anbieten.

Die Betreiber des russischen Musik-Downloadportals AllofMP3 hatten vor allem durch günstige Preise und freie Formatwahl auf sich aufmerksam gemacht. Lange ging das aber nicht gut: Die Musikindustrie kämpft bereits seit Monaten mit allen Mitteln gegen das potenziell illegale Angebot und hat mittlerweile auch einige Kreditkartenunternehmen dazu gebracht, Zahlungsaufträge an AllofMP3 nicht mehr abzuwickeln. Inzwischen haben Mastercard und Visa ihre Zusammenarbeit mit dem Portal beendet.

Zeitweilig ließen sich die dadurch stark eingeschränkten Zahlungsmöglichkeiten durch virtuelle Kreditkarten oder andere Anbieter wie beispielsweise Diners Club umgehen. Nun ist auch dieser Weg versperrt. Selbst der Weg über Alltunes.com endet bei der Kreditkartenauswahl, da dort nur noch die verhältnismäßig wenig verbreitenen JCB-Cards akzeptiert werden.

AllofMP3 kämpft derzeit mit mehreren Klagen der Musikindustrie und ist mittlerweile auch ein politisches Thema geworden. Dem Vorwurf, keine Gebühren an Verwertungsgesellschaften abzuführen, hält das Portal stets seine Abgaben an das russische GEMA-Äquivalent ROMS entgegen. Ein Ende des Zwists ist derzeit nicht in Sicht, beide Seiten beharren auf ihren Argumenten. Angesichts des konzentrierten Feldzuges gegen AllofMP3 ist aber wohl nur eine Frage der Zeit, bis das Portal seine Pforten schließt. (Timo Roll/bwi)

Bild: MasterCard

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