Neue Kritik an US-Copyright-Politik

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Probleme rund um Copyright und DRM werden zunehmend der einseitigen Einflussnahme von US-Konzernen zugeschrieben.

In einem auf BBC Online veröffentlichten Artikel richtet der international bekannte, kanadische Juraprofessor Michael Geist ernste Fragen an unser Verständnis von Copyright. Er weist darauf hin, dass die von der Lobby-Organisation International Intellectual Property Alliance (IIAA) vertretenen Ansichten beinahe überall auf der Welt auf Widerstand stoßen.

So unterscheidet sich das Urheberrecht in fast allen Nationen von dem US-amerikanischen Modell, was mit entsprechendem politischen Druck beantwortet wird. Ein Veränderung des Urheberrechts, wie wir sie auch in Deutschland in den letzten Jahren erleben, geschieht demnach häufig auf Druck von US-amerikanischen Interessengruppen.

Professor Geist ermahnt daher die politischen Kräfte außerhalb der USA, nicht allzu leicht auf Forderungen einzugehen, die sich letztlich nur für einige wenige Konzerne positiv auswirken würden. (fe)

(Bild: Creative Commons)

Eine Worldmapper-Darstellung der weltweiten Copyright-Geschäfte finden Sie in unserem Kommentar-Weblog Bootsektor.

Autor: fritz
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