Funknetzwerke: Sicherheitsrisiko User

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Nicht nur Privatanwender, auch Firmen legen oft zu wenig Wert auf Sicherheit. Dabei häufen sich die Fälle von Industriespionage aus China, der russischen Föderation und Nordkorea.

Ahnungslose Computernutzer gehören zu den wohl größten Sicherheitsrisiken. Vor allem die sich rasend verbreitenden W-LANs sind ein Scheunentor, durch das Eindringlinge leicht in Rechner und angeschlossene Netze auf Datensuche gehen können. Knapp zwei Drittel aller W-LANs bleiben unverschlüsselt, schätzt das Deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Verschlüsselung überfordert Laien oft und so haben alle im Umkreis von etwa 40 Metern Zugang zum Computer. Inzwischen gibt es sogar schon Hacker, die Stadtpläne ins Internet stellen, auf denen Standorte mit unverschlüsselten Routern eingezeichnet sind.
Doch nicht nur Privatanwender, sondern vor allem auch Unternehmen sind bedroht. “In letzter Zeit haben wir verstärkt chinesische Hackerangriffe festgestellt”, erklärt Hans Elmar Remberg, der Vizepräsident des deutschen Bundesamts für Verfassungsschutz. Auch aus der Russischen Föderation sowie Iran und Nordkorea kommen viele Angriffe mit dem Ziel, ihr militärisches Potenzial sowie ihre Wirtschaftskraft zu stärken, erklärt Remberg. Vor allem mittelständische Unternehmen sind ein leichtes Ziel für Angreifer, da bei ihnen häufig große Sicherheitslücken zu finden sind. Obendrein bleibe das Eindringen eines Hackers oft genug vollkommen unbemerkt und werde daher nie gemeldet. Daraus ergibt sich eine hohe Dunkelziffer. (rm)

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