Blair hält am biometrischen Ausweis fest

SicherheitSicherheitsmanagement

In einer Rundmail an 28000 Unterzeichner der Petition gegen die Einführung eines biometrischen Ausweises hält der britische Premierminister an seinem Standpunkt fest.

Die Unterzeichner der Petition und viele andere Kritiker wie die konservative Opposition fürchten die hohen Kosten des Projekts. Nach Regierungsangaben sollen Summen von rund 9 Milliarden Euro auf den Staat und knapp 44 Euro pro 19 Jahre gültigem Ausweis auf die Bürger zukommen.

Durch die hohe Zahl von Befürwortern der Petition sah sich Blair gezwungen, persönlich auf die Kritik zu antworten. So schreibt er in einer Mail, dass der Schutz der britischen Grenzen nur durch die Einführung des Ausweises gewährleistet sei. Der Ausweis würde außerdem auch zu Einsparungen führen, da zum Beispiel Verbrechen wie Identitätsschwindel jährlich Schäden von rund 2,5 Milliarden Euro verursachten.

Die Regierung Blair verfolgt das höchst umstrittene Projekt bereits seit geraumer Zeit. Schon 2004 legte sie den Entwurf eines Gesetzes zur Einführung des Ausweises mit biometrischen Daten vor. Obwohl das Gesetz vom britischen Unterhaus im Juni 2005 knapp verabschiedet worden war, bekam es im House of Lords insgesamt 12-mal in Folge keine Mehrheit. (az)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen