Bei Verbot von Killerspielen: Entwickler wandern aus

PolitikRecht

Es herrscht Aufregung bei den deutschen Spiel-Entwicklern. Der umstrittene Gesetzes-Vorschlag für ein Killerspiel-Verbot rückt immer näher.

Vertreter der Spiel-Entwickler, wie der Crytek-Gründer Cevat Yerli drohen damit, Deutschland zu verlassen, sollte der Bundestag den Gesetzesentwurf so beschließen. Für sein jüngstes Werk, den Ego-Shooter Crysis, kämpft er gerade um die Zulassung in Deutschland.

Der von Bayern eingebrachte und von Niedersachen unterstütze Vorschlag sieht vor, dass Herstellung, Vertrieb und Kauf von virtuellen Gewaltspielen unter Strafe gestellt werden (wir berichteten). Dies wird sowohl von den Entwicklern, wie auch den Spiele-Publishern und den Branchenverbänden vehement abgelehnt.

Der Geschäftsführer des Bundesverbands interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), Olaf Wolters ist sogar der Meinung, dass ein solches Verbot gegen die Berufs- und Kunstfreiheit verstoßen würde, und damit verfassungswidrig sei. Man begrüße “sinnvolle Regeln zum Jugendschutz”, der Entwurf schieße aber über das Ziel hinaus, so Niels Bogdan, PR-Manager des Spiel-Vertreibers UbiSoft. (az)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen