Palm-Chef kritisiert Apple

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Der Chef des Taschencomputer-Herstellers Palm ist von Apples iPhone wenig beeindruckt.

In einem Interview bezeichnet Palm-Chef Ed Colligan den Apple-Boss Steve Jobs als großen Showman. Colligan gab das Interview der Züricher SonntagsZeitung im Rahmen der Mobilfunkmesse 3GSM, die vergangene Woche in Barcelona stattfand. “Es besteht ein Riesenunterschied zwischen Reden und Liefern”, zitiert ihn die Zeitung zur Ankündigung von Apple, später im Jahr mit dem Ende Januar vorgestellten iPhone in den Handymarkt einzusteigen.

Zu diesem Modell sagt Colligan im Interview, er habe großen Respekt vor Apple und den PC-Herstellern: Aber es wird nicht einfach sein, ein gutes Smartphone zu schaffen, das in allen Mobilfunknetzen der Welt funktioniert.” Der eigene Palm Treo weise darüber hinaus bereits 90 Prozent der Funktionen des iPhone auf und dies zu einem deutlich tieferen Preis.

Steve Jobs sage im Moment sehr viel und treibe die Erwartungen ins Unermessliche. Gleichzeitig habe Apple sich einen Weltmarktanteil von bloß einem Prozent gesetzt. “Das lässt Palm und anderen Anbietern noch große Möglichkeiten offen”, sagt Colligan.

Der Palm-Chef bezeichnet Multimedia-Fähigkeiten als zweitrangig für Taschencomputer. Damit begegnet er Vergleichen mit den Smartphones anderer Marken. Palm baue seine Geräte für Anwender, die vornehmlich per E-Mail und SMS kommunizieren würden. Das Palm-Betriebssystem sei auch kein Auslaufmodell, sondern werde bei Palm neben Windows-Geräten weiter eine wichtige Rolle spielen. (dbm/mto)

Bild: Palm

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