Ballmer: Vista bringt es nicht so schnell

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Der Borginator zeigte sich ungewohnt zurückhaltend. Die nicht erfüllten Umsatzerwartungen ließen ihn zurückrudern.

Man hatte von Microsofts CEO schon ganz andere Äußerungen über das großartige neue Betriebssystem vernommen. Jetzt drängte er selbst die Analysten zur vornehmen Zurückhaltung. Bei einer Präsentation erklärte er:

“Einige der Umsatzmodelle und Umsatzvorhersagen, die ich da draußen für Windows Vista gesehen habe, sind übermäßig aggressiv.”

Durch die Umstände und ausgebliebene Umsätzschübe zum bescheidenen Flüsterton gezwungen, führte er weiter aus, der PC-Absatz werde zwar im kommenden Microsoft-Geschäftsjahr ab dem Juli einen kleinen Schub durch Vista erfahren. Es sei jedoch nicht damit zu rechnen, dass dadurch die normalen Wachstumsraten besonders übertroffen werden.

Wie viel Umsatzzuwachs er selbst erwarte, wollte er gar nicht erst verraten. Nebulös erklärte er zu einer Analysten-Schätzung von sechs Prozent, das sei “eine kleine, aber nicht winzige Zahl”. Ballmer als Sphinx – wer hätte das erwartet?

Die Börse erschrak offenbar ob des ungewohnt leisen Ballmer-Auftritts. Die Microsoft-Aktien verloren im nachbörslichen Handel 1,2 Prozent.

(bk)

Financial Times Deutschland