Microsoft kauft sich aus der Monopolklage

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Die Kläger des Verfahrens wegen Monopolmissbrauch in Iowa werden mit einem Geldsegen aus Seattle überschüttet.

Wie viele Geldspeicher die Borg dafür leeren müssen, wurde nicht öffentlich gemacht. Wenige werden es nicht sein, da Microsoft dem gleichen Klägerteam in einem ähnlichen Fall im US-Staat Minnesota 60 Millionen US-Dollar für ihre juristischen Bemühungen erstatten musste – und Schadenersatz für die Konsumenten der MS-Produkte ist schließlich auch noch fällig.

Es ging bei der Klage “Comes vs. Microsoft” darum, dass die Kläger aufgrund des faktischen US-Monopols für die Borgware in den Jahren 1994 bis 2006 übermäßig zur Kasse gebeten wurden.

Als einziges Detail der Einigung zwischen Microsoft und den Klägern wurde bislang bekannt, dass Microsoft die Hälfte des nicht eingeforderten Geldes an das Bildungsministerium zu spenden hat, um den Schulen von Iowa den Kauf von Computern und Software zu ermöglichen. Der durchschnittliche Konsument hingegen dürfte vermutlich ein paar Dollar oder einen Gutschein für ein kostenloses OS-Upgrade bekommen. Näheres wird erst am 20. April zu erfahren sein, wenn das Gericht sich mit der vorgeschlagenen Einigung beschäftigt.

Ein Grund für die überraschende Einigung könnte in den laufenden, für Microsoft peinlichen Enthüllungen bestehen, die durch das Verfahren an die Öffentlichkeit gelangten.

(Nick Farrell/bk)

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