SCO will Pamela Jones vor Gericht sehen

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Die von Microsoft indirekt mitfinanzierte Klitsche wollte IBM wegen angeblicher geistiger Anteile an Linux ans Leder. Jetzt hat sie sich noch eine Pointe für den längst verlorenen Prozess einfallen lassen.

Die Anwälte, die SCO noch bezahlen kann, beantragten die Vorladung von Pamela Jones. Das ist die Gründerin und Autorin des Blogs Groklaw, in dem der erstaunliche Prozessverlauf höchst akribisch verfolgt wurde. Wie dem Namen leicht anzumerken ist, handelt es sich dabei um ein Pseudonym, und die so geschützte Autorin schickt ihre Texte außerdem über einen Proxy ins Web.

SCO möchte die kritische Prozessbeobachterin nun zu einer eidesstattlichen Aussage in den Gerichtssaal laden. Das sieht nach einer List aus, um Pamela Jones überhaupt einmal zu Gesicht zu bekommen. Die Firma SCO versteigt sich nämlich nicht nur in den Glauben, selbst geistiges Eigentum an Linux zu haben. Sie unterstellt auch noch Pamela Jones, in Wirklichkeit ein Sprachrohr des Prozessgegners IBM zu sein.

Die Vorladung konnte bislang noch nicht zugestellt werden. SCO konnte Pamela nämlich einfach nicht finden. Die Bloggerin erklärte zudem in Groklaw, dass sie aus gesundheitlichen Gründen mal eine Pause einlegen müsse.

Falls SCO doch noch auf ihre Spur stoßen und sie vorladen sollte, hätte Pamela Jones wiederum ein Problem. Nämlich eines, das Philosophen seilt Jahrtausenden beschäftigt – sie müsste ihre Existenz und ihre Identität beweisen.

(Nick Farrell/bk)

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