IBMs neue Power-CPU: Schlafen fürs Stromsparen

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Der neue Prozessor der Power-Serie kann Strom sparen, indem er kurze Nickerchen (Naps) einlegt.

Auf der ISSCC (“International Solid State Circuits Conference”) lüftete IBM weitere Geheimnisse um das neue Mitglied seiner Power-Serie. Demnach kann ein Power-System mit 64 Sockeln für je 2 Prozessorkerne insgesamt 128 CPU-Kerne im “Multi-Chip-Package” enthalten.

Neben der erwarteten Leistungsvervielfachung fällt den Beobachtern aber besonders die Stromsparfunktion auf. Die von IBM schon 2005 angekündigte Technik “Nap” (übersetzt “Nickerchen”) ist nun vollständig integriert – hier legt sich das System quasi kurz hin, um nachher wieder erfrischt und stromsparend weiterarbeiten zu können. Das Prinzip der Nachtspeicherheizung drängt sich als Vergleich auf.

Durch das kurze Schläfchen selbst unter hoher Rechenlast spart die CPU angeblich 10 Prozent Stromverbrauch, bei wenig Rechenbelastung seien sogar

Einsparungen von35 Prozent drin. Möglich sei dies teilweise durch eine automatische Anpassung der Taktrate – Einzelheiten wurden jedoch nicht erläutert.

Der in 65 Nanometer-Technik produzierte Chip soll mit sagenhaften 5 GHz getaktet sein, ohne heiß zu werden, erklärten IBM-Techniker auf der Veranstaltung. (mk)

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