Warner Music krallt sich an DRM fest

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Es gibt mindestens einen Musikriesen, der keinesfalls auf das Digitale Restriktions-Management verzichten will. Warner-Boss Edgar Bronfman griff sogar den Apple-Messias Steve Jobs direkt an, der die Musikbranche zur Aufgabe von DRM aufgefordert hatte.

In einer Telefonkonferenz wies Bronfman Jobs’ Forderung mit scharfen Worten als völlig sinnlos zurück. Er erklärte, Warner werde weiterhin DRM einsetzen:

“Wir befürworten die weitere Nutzung von DRM. Die Vorstellung, dass Musik nicht den gleichen Schutz verdient wie Software, Filme, Videospiele oder anderes geistiges Eigentum, nur weil es noch traditionelle, anfassbare Produkte ohne solchen Schutz gibt, ist völlig unlogisch und sinnlos.”

Jobs hatte die Frage gestellt, was für einen Sinn DRM für die Musikbranche überhaupt haben könne, da über 90 Prozent der Musik auf traditionellen Medien ohne DRM verkauft wird.

Bronfman forderte Apple und die Musikbranche zu weiterer Zusammenarbeit und Mäßigung auf: “Um ehrlich zu sein, Grundsatzerklärungen vor diesen Gesprächen sind alles andere als hilfreich.”

Das hörte sich aber auch wie eine Grundsatzerklärung an, was Bronfman von sich gab. Oder pokert er vielleicht nur um den Preis, nachdem die Gewinne von Warner Music schon lange nicht mehr die sind, die sie mal waren?

(Nick Farrell/bk)

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