Skype will nicht mehr spionieren

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Und schuld will der VoIP-Anbieter auch nicht gewesen sein. Es war nämlich eine zugekaufte Software, die das System-BIOS auslas und die Informationen an den Hersteller schickte.

Das “Feature” kam von der Firma EasyBits Software, die für “Skype Extras” sorgte und diese kommerziellen Plugins durch ein Digitales Restriktions-Management (DRM) zu schützen gedachte, indem sie unter anderem aus dem BIOS die Seriennummer holte und übertrug. Diese Software flog jetzt raus – aber angeblich nur, weil sie bei 64-Bit-Systemen zu Abstürzen führte. Ein anderes DRM soll in Zukunft für spionagefreie “Sicherheit” sorgen.

So jedenfalls erklärte Kurt Sauer, der Unsicherheits-Verantwortliche von Skype, die seltsame Geschichte im offiziellen Share Skype Blog des Unternehmens. Die Spionagefunktion war nur zufällig durch einen Hacker entdeckt worden und hatte für reichlich Verwirrung in der Skype-Gemeinde gesorgt.

Skype-Benutzer fox-didl empfand diese Aufklärung als zu spät und zu wenig:

“Hey Skype! Warum belügt ihr eure Kunden? Warum habt ihr uns nicht über dieses DRM-Plugin informiert? Jetzt müssen wir entscheiden, ob wir eure Software in Zukunft noch einsetzen oder nicht. Wie können wir sicher sein, dass sich in der Client-Software nicht weitere Plugins dieser Art befinden? Wir können euch nicht mehr glauben, sorry!”

(bk)

Skype-Blog (Skype erklärt sich)