Warner Music: Von Gewinn kaum noch eine Tonspur

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Einen gewaltigen Erdrutsch muss die weltweit viertgrößte Plattenfirma verkraften: Der Gewinn rutschte mit gewaltigen 74 Prozent talwärts – in nur drei Monaten.

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Die amerikanische Warner Music Group verfehlt damit sämtliche Erwartungen – ihre eigenen und die des Marktes. Heute gab der Unterhaltungskonzern bekannt, dass sich im abgelaufenen Quartal nur ein mickriger Nettogewinn von umgerechnet knapp 14 Millionen Euro in der Portokasse sammelte (Vorjahr: 53,5 Millionen Euro).
WMG begründet das schlechte Ergebnis mit weniger veröffentlichten Alben. Aha, dann ist jetzt also die Faulheit der Musiker verantwortlich für das Versagen der Manager? Hättet ihr nur mehr gesungen, dann würde es uns gut gehen? Dabei stehen doch Musiker, die gerne veröffentlicht werden wollen, Schlange.
Aber lieber lehnen die Plattenbosse reihenweise ab und geben sich mit einem um 11 Prozent reduzierten Umsatz (719,4 Millionen Euro) zufrieden. Das schlug den Marktbeobachtern auf den Magen, die nun ihre Erwartungen für das laufende Quartal kräftig auf 634 Millionen Euro senkten – ohne noch mit einem Heller an Gewinnen zu rechnen. Das ist natürlich Gift für die Warner-Aktie – ein Teufelskreis. (rm)

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