Länder blockieren Microsofts Open-XML-Standard

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Microsoft wollte sein Open XML als ISO-Standard durchpeitschen. Doch Kommentare, Einwände und klare Widersprüche von insgesamt 19 Ländern bremsen das Vorhaben aus.

Microsoft benötigt den offiziellen Standard, damit die geldvermehrende Maschine namens MS Office auch weiter läuft wie geschmiert. Doch 19 Länder stellen mehr als die Hälfte der 30 Länder dar, die im Komitee für Informationstechnik der ISO vertreten sind. Ein Teil soll bereits offiziellen Widerspruch eingelegt haben, und weitere Einwände können ebenfalls so definiert werden, was jedoch die einzelnen Länder selbst erklären müssen.

Zu den gegenüber dem Microsoft-Standard kritischen Ländern gehören Dänemark, Frankreich, Malaysia und Norwegen, die in den letzten Jahren nichtproprietäre Standards wie ODF (Open Document Format) übernommen haben. Sie argumentieren, dass ODF weit offener ist und eine kostengünstigere Lösung basierend auf Software wie OpenOffice / StarOffice für die knappen Kassen der Regierungsbehörden ermögliche. Microsoft wiederum fürchtet, dass Firmen und private Nutzer dem folgen würden, was die schon eingeplanten Erträge der neuen Office-2007-Suite bedrohen könnte.

(Nick Farrell/bk)

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